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Herzlich willkommen auf der Seite des Landesverbandes Berlin-Brandenburg im Deutschen Altphilologenverband.

Der Didaktikprofessor Stefan Kipf über Lehramtsstudium und Referendariat – und über die Pläne des Berliner Senats

Herr Kipf, was muss eine gute Lehrerin, ein guter Lehrer können?

Eine Menge! Zunächst sein Fach – damit fängt alles an. Mein alter Schulleiter hat immer gesagt: „Wer sein Fach nicht beherrscht, hat keine Zeit, auf dem pädagogischen Klavier zu spielen.“ Dann muss man die Didaktik seines Faches beherrschen. Man muss Kinder mögen. Man muss sich in Pädagogik und Psychologie auskennen. Man muss die Geschichte seines Berufs kennen, damit man nicht immer denkt, man sei der Erste, dem etwas Bestimmtes widerfährt. Man muss es als seine Berufung sehen, Lehrer zu sein, und nicht als einen Job. Sonst gehört man schnell zu den Burn-out-Gefährdeten.

Viele Leute denken, es sei vor allem eine Frage der Persönlichkeit, ob jemand für den Beruf geeignet ist. Stimmt das?

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Hans-Albrecht Koch, Professor emeritus für deutsche und vergleichende Literaturgeschichte an der Universität Bremen, schrieb in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) unter der Überschrift "Plädoyer für eine alte Sprache" kürzlich:

Niemand spricht mehr Latein als Muttersprache. Daher gilt es nach linguistischen Kriterien als eine tote Sprache, auch wenn etwa Radio Vatikan täglich lateinische Nachrichten sendet. Warum aber wollen heute wieder immer mehr Eltern ihre Kinder auf dem Gymnasium Latein lernen lassen – sehr zur Überraschung, wohl auch zum Verdruss vieler Bildungspolitiker, die in ihren Reden gern von «kooperativer Zusammenarbeit» schwadronieren, ohne den weissen Schimmel zu bemerken.
Nehmen wir an, solche Eltern handeln als «animalia rationalia». «Animal rationale» ist die lateinische Übersetzung des von dem griechischen Philosophen Aristoteles geprägten Ausdrucks «zoon logikon» und meint, dass der Mensch ein mit Logos bzw. Ratio ausgestattetes, ein vernunftbegabtes Wesen sei, dessen Handeln von Gründen und Zwecken bestimmt ist.

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Dorothea Keller, Schülerin des Arndt-Gymnasiums in Dahlem, hat im Finale des Sprachenturniers des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen mit Latein und Altgriechisch einen zweiten Preis gewonnen. Cosima Felgentreu, Schülerin des Gymnasiums Steglitz, holte mit Latein und Altgriechisch einen dritten Preis. Im inoffiziellen Ranking der Bundesländer belegte Berlin gemeinsam mit Hamburg und Bayern Platz zwei hinter Nordrhein-Westfalen. Mehr: www.bundeswettbewerb-fremdsprachen.de. Tsp

Quelle: http://www.tagesspiegel.de/berlin/schule/schwarzes-brett-schwarzes-brett/8896962.html

Nach der opulent illustrierten Textausgabe von Vergils Aeneis hat Rudolf Henneböhl kürzlich einen 300 Seiten starken Lehrerkommentar dazu vorgelegt. In seinem Vorwort schreibt er: "Für den Lateinunterricht ist die Aeneis natürlich ein Dokument augusteischer Zeit und augusteischen Denkens, doch weist sie über ihre eigene Zeit hinaus. Vergil ist der eigentliche Mittler zwischen Homer und Dante, zwischen der archaischen Zeit und dem Aufbruch in die Moderne. In diesem Sinne ist er tatsächlich, wie Arthur Haeckel es 1931 formuliert hat, der 'Vater des Abendlandes'."

Das Mitteilungsblatt des Landesverbands Berlin & Brandenburg im DAV kann man ab sofort auch online lesen. Die beiden bislang erschienenen Hefte des Jahrgangs 2013 finden Sie in der Rubrik LGBB auf dieser Seite.