davbb logo

Willkommen auf davbb.de

Herzlich willkommen auf der Seite des Landesverbandes Berlin-Brandenburg im Deutschen Altphilologenverband.

Björn Puscha (32) ist angehender Lateinlehrer. In den Genuss seiner Lateinkenntnisse kommen die Gäste der Schwabinger Kabarettkneipe "Vereinsheim" und die Zuschauer des Bayerischen Fernsehens. Dort überrascht und amüsiert Schankkellner Björn mit spontanen Übersetzungen ins Lateinische.

Weil jeder "gscheite" Student einen ebensolchen Studenten-Job braucht, heuerte Björn Puscha im März 2005 im Schwabinger "Lustspielhaus" an, als Schankkellner. Relativ bald nach der Eröffnung des "Vereinsheims" wechselte Björn vor fünf Jahren dorthin. Immer montags stand er hinter dem Tresen. Und immer montags zelebrierte dort Kabarettist Hannes Ringlstetter seinen "Blickpunkt Spot", einen bunten Abend mit Kabaretteinlagen, Musik und fünf verschiedenen Künstlern. Dass Björn Puscha selbst einmal einer dieser Künstler werden sollte, hätte er sich nicht träumen lassen.

Salve auditorium!
Eines Montags kam Hannes Ringlstetter etwas früher, hatte Zeit und sprach Björn an: "Was machst du eigentlich, wenn du net grad Bier rumträgst?" Die Antwort hat ihn verblüfft. Möglicherweise hatte er gerade den ersten Lateiner seines Lebens kennengelernt. "Du musst ja komplett wahnsinnig sein", meinte Ringlstetter. Er fand’s aber cool: "Da machen wir was. Kommst nach der Pause einfach auf die Bühne und dann machen wir irgend einen Schmarrn." So gesagt, so geschehen. Seit drei Jahren nun ist Björn Puscha mit seinen Lateinkenntnissen fester Bestandteil des Kabarettabends "Blickpunkt Spot" und natürlich auch der daraus entstehenden BR-Sendung "Vereinsheim Schwabing", die alle zwei Wochen am Freitagabend ausgestrahlt wird.  

Wieso das Verb im Passiv steht
In einem höchst amüsanten Dialog mit Hannes Ringlstetter übersetzt Björn zum Teil wirklich bayerische Blödl-Sätze, die der Moderator ihm vorgibt und erläutert dabei auch gerne mal grammatikalische Details. Wieso das Verb im Passiv steht oder er einen Konditionalsatz bildet. Ringlstetter verdreht dabei die Augen oder zapft sich ein Bier. Die Chemie zwischen den beiden stimmte von Anfang an. Und Björn ist einer, der gut Kontra geben kann und schlagfertig ist. Dass er zu Schulzeiten viel Theater gespielt hat, spürt man. Zum Abschluss der etwa fünfminütigen "Lateinstunde" spricht das Publikum den ganzen Satz nach. "Una voce", wie der Lateiner sagt. Was Björn Puscha an Latein so fasziniert? "Es ist einfach eine wunderschöne Sprache!"

Quelle: http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/wir-in-bayern/gaeste/wibgast-bjoern-puscha-lateinunterricht-in-der-kneipe-100.html