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Herzlich willkommen auf der Seite des Landesverbandes Berlin-Brandenburg im Deutschen Altphilologenverband.

Lateinische Textausgaben für den Lektüreunterricht unterscheiden sich heutzutage beträchtlich voneinander. Zu den klassischen Kriterien der Textauswahl wie thematische, biographische, literarische Akzentuierung sind neuere hinzugekommen wie etwa Textbearbeitung, Differenzierung, methodische Empfehlungen, Aufgaben für eigenständiges Arbeiten, Illustration, Wirkungsgeschichte, immanente Grammatikwiederholung, Angebote zur Vokabelrepetition, zum produktiven Umgang mit Texten u.v.m. - Die Veranstaltung setzt sich damit am Beispiel von drei Lektüreangeboten zu Ovid auseinander.

Sa 14. September 2013, 9.30 Uhr bis ca. 14.00 Uhr

 

1. Dr. Michael Lobe / Universität Bamberg
Romulus und Augustus bei Ovid. Über die subtile und unbotmäßige Ambiguität Ovids gegenüber dem Princeps

Ovids Werk über den römischen Festkalender richtet sich explizit an Mitglieder des Kaiserhauses; der Leser sollte insofern eine plane panegyrische Darstellung so bedeutender römischer Figuren wie Romulus und Kaiser Augustus erwarten - es sei denn, er rechnet als "suspicious reader" mit Doppelbödigkeiten. Dann tun sich auf scheinbar sicherem Geläuf plötzlich Falltüren auf, wie ein gemeinsamer Gang durch entsprechende Textpassagen aufzeigen soll.


2. Ingvelde Scholz / Friedrich-Schiller-Gymnasium, Marbach a. N.
Binnendifferenzierter Lektüreunterricht anhand ausgewählter Eltern-Kind-Erzählungen in Ovids Metamorphosen.

Die Lerngruppen im Lateinunterricht werden immer bunter. Von den Lehrkräften wird erwartet, der zunehmenden Heterogenität so weit wie möglich gerecht zu werden und jedem Schüler einen möglichst großen Lernfortschritt zu ermöglichen.

Die Referentin zeigt anhand der Phaethon-Episode, wie es gelingen kann, die individuellen Interessen der Jugendlichen einzubeziehen und den unterschiedlichen Begabungen und Leistungen der Schüler/-innen mit binnendifferenzierten Aufgabenstellungen und Materialien zu begegnen.

Literaturtipp: Zwischen Nähe und Distanz. Eltern-Kind-Erzählungen in Ovids Metamorphosen, bearbeitet von Ingvelde Scholz und Verena Göttsching, (Reihe scala. Lektüre für den bionnendifferenzierten Lateinunterricht, C.C.Buchners Verlag Bamberg 2012. Der gleichnamige Lehrerkommentar erschien 2013


 
3. Peggy Wittich / Universität Potsdam
Silvio Enea Piccolominis 'Euryalus und Lucretia'. Die Renaissance als Haltepunkt auf dem Weg in die Antike - Gedanken und Vorschläge zur thematischen Lektüre

In Zusammenarbeit von DAV und C. C. Buchners-Verlag, Bamberg
Veranstaltungsort: Humboldt Universität zu Berlin, Institut für Klassische Philologie (Raum wird noch bekannt gegeben)

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